Braukessel Chorraum

Unsere Geschichte

Manche Brauereien haben Geschichte. Wir brauen in ihr.

Seit über 600 Jahren steht die Disibodenberger Kapelle an diesem Ort.

Ein Gebäude voller Wandel, Geschichten und neuer Anfänge.

Heute ist sie wieder ein lebendiger Ort für Begegnung, Gastronomie und Braukunst – als einzige Kapellenbrauerei Deutschlands.

Um 1400

Ein Ort mit Herkunft. Hildegards Erbe.

Unsere Geschichte beginnt nicht mit einer Brauerei. Sie beginnt mit einem Ort.

Die Disibodenberger Kapelle gehört zum Kloster Disibodenberg – jenem Ort, an dem Hildegard von Bingen lebte und wirkte. Eine Visionärin ihrer Zeit, die Natur, Ernährung und Heilwissen neu dachte. Sie beschäftigte sich mit den Kräften von Pflanzen, Getreide und Lebensmitteln. Auch Bier fand in ihrer Naturkunde seinen Platz. Überliefert ist der Satz: „Cerevisiam bibat.“- „Trinket Bier.“

Fast 900 Jahre später inspiriert dieses Erbe unsere Braukunst.

1566

Ein Gebäude. Viele Leben.

Mit der Reformation endet die Zeit als Gotteshaus. Aus der Kapelle wird ein Lagerhaus. Ein Gewölbekeller entsteht und prägt das Gebäude bis heute.

Die Kaufleute Cesar & Morian lagern hier später Tabak und landwirtschaftliche Erzeugnisse – ihr Name lebt heute in unserem Restaurant weiter. Zuletzt wird die Kapelle Teil einer Druckerei. Die Nutzung wechselt. Der Ort bleibt derselbe.

111 Jahre

Wie im Dornröschenschlaf.

Manchmal braucht Geschichte Geduld.

Hinter Mauern und Efeu verschwindet die Kapelle aus dem Blick der Menschen.

Still. Verborgen. Vergessen.

Bereit wachgeküsst zu werden?

2010

Erneut sichtbar.

Mit der Entwicklung des neuen Quartiers rückt die Kapelle wieder ins Licht – mitten in der Stadt.

Ein besonderer Ort wird neu entdeckt.

Und mit ihm entsteht die Frage: Was könnte aus diesem Ort werden?

2013–2017

Wachgeküsst. Restauriert. Verstanden.

Jeder Stein. Jeder Balken. Jedes Detail erzählt eine Geschichte.

Mit Respekt vor der historischen Substanz wird die Kapelle restauriert und für eine neue Zukunft vorbereitet.

Nicht neu erfinden. Sondern weiterdenken.

2017

Eine verrückte Idee.

Was wäre, wenn man in einer denkmalgeschützten Kapelle Bier braut? Nicht irgendwo. Sondern hier. Mit Sudkesseln. Malz. Hopfen. Und einer gewissen Portion Übermut. Mit Leidenschaft.

Aus dieser Idee entsteht:

DENKMAL + Malz = DENKMALz.

Ein kleines „z“ als Symbol für einen großen neuen Anfang.

2018

Das erste Bier vergisst man nie.

Nach Jahrhunderten zieht wieder Brauhandwerk in die Kapelle ein. Diesmal riecht es nach Malz und Hopfen. Im März 2018 entstehen unsere ersten Klassiker:

Helles Nr. 1.
Dunkles Nr. 1.
Weizen Nr. 1.

Der erste Sud einer ungewöhnlichen Brauereigeschichte.

2018

Ein Denkmal wird lebendig.

Mit Restaurant, Brauerei und Biergarten kehrt Leben in die alten Mauern zurück.

Wo früher Waren gelagert wurden, treffen sich heute Menschen zum Essen, Genießen und Anstoßen.

Cesar & Morian verbindet dabei Vergangenheit und Gegenwart.

Ein Ort, der Geschichte bewahrt – und neue Geschichten entstehen lässt.

Unsere Braugeschichte

Jeder Sud ein Kapitel.

Seit dem ersten Sud im März 2018 ist einiges dazugekommen. Drei Linien haben sich herausgebildet – aber angefangen hat alles mit drei ganz klassischen Bieren.

Unsere Klassiker – Nr. 1

Helles · Dunkles · Weizen

Die drei, mit denen alles begann. Geradlinig, ehrlich, ohne Schnickschnack – so, wie gutes Bier schmecken soll. Ergänzt um Null Komma Nix Pils und Null Komma Nix Weizen, unsere alkoholfreie Antwort auf die Frage: Muss man auf gutes Bier verzichten, wenn man auf Alkohol verzichtet

Unsere Wilden

Wilde Biene · Wilder Ginger · Korund · Mokka · Limetten Fritze · Pale Ale · Kasparus · IPA · Rotwild · Frische Frida · Rostbier

Seit 2019 lassen wir hier die Neugier regieren. Ungewöhnliche Zutaten, mutige Kombinationen, Biere mit Charakter statt Konvention. Wilder Hugo, unser Bier-Aperitivo mit Holunderblüte, Bachminze und Ingwer, ist der jüngste Zugang dieser Reihe – frisch, floral, frech.

Unser Saisonales

Märzen · Dinkel · Festbier · Dubbel

Manche Biere gehören zu einer bestimmten Jahreszeit, einem bestimmten Anlass. Das Dinkelbier greift dabei ein Getreide auf, das schon Hildegard von Bingen besonders schätzte – fast 900 Jahre später neu interpretiert.